Hotspot Shield, US Inhalte auch von Deutschland aus sehen

Heute laß ich eine Meldung , dass man auf YouTube nun vollständige Folgen von Star Trek und einigen anderen Programmen sehen kann. Diese sind zwar mit Werbung angereichert, aber das wäre ja schon OK. Als ich auf den passenden YouTube Link klickte bekam ich jedoch eine Meldung, dass die Inhalte nur in den USA zu sehen sind.

Solche Meldungen bekommt man immer öfter und diese basieren auf der eigenen IP Adresse. Im Hintergrund lässt die Webseite abgleichen, ob die IP aus den USA ist oder nicht und verweigert dann den Zugriff.

Man könnte auf die Idee kommen einen Proxy-Server in den USA zu finden und auf dem eigenem Rechner zu hinterlegen, aber so richtig gute Erfahrungen habe ich damit nicht machen können. Die Verbindungen waren für Multimedia immer viel, viel zu langsam. Kürzlich habe ich jedoch eine kleine, aber feine Lösung gefunden, bei der die Bandbreite auch Multimedia gerade noch standhält: Hostpot Shield . So 100% Koscher ist das bestimmt nicht…

Das kleine Programme baut eine VPN Verbindung zu den Servern von AnchorFree auf und ist eigentlich für den Einsatz an ungeschützten WiFi-Hotspots gedacht. Wie Ihr sicherlich alle wisst, kann man fast allen Datenverkehr auf einem öffentlichen Hotspot mitlesen. Daher bitte nie Online-Bankgeschäfte im lokalen Starbucks or McDonalds machen.

Hotspot Shield gibt es für Windows und für mich wichtiger Mac OS X. Nach der Installation erscheint ein zusätzliches Programm im Menubar, hier klickt man dann einfach auf Connect…

Danach dauert es ein wenig, erst wird das Icon gelb und schließlich grün. Man sieht dabei eine Statusmeldung, die wie folgt endet – die IP Addresse ist dann jedoch immer anders:

Zum Verständnis wichtig ist, dass die angzeigte 10er IP Adresse eine Private IP Address ist, die von aussen nicht erreichbar ist und anzeigt, dass man nun im Netz von AnchorFree ist. Mehr Infos zu privaten IP Addressen bietet Wikipedia …

Jetzt ist der Zugang auf alle möglichen Webseiten in den USA möglich, die Dir sonst verschlossen blieben. Der Anbieter will auch noch ein wenig Geld verdienen und so wird man gebeten einen Sponsorlink anzuklicken. Da muss man wohl durch… Auch ein kleines Werbebanner wird am Anfang jeder Seite gezeigt, doch das kann man wegklicken, wenn es gar zu sehr stört.

Und wie dieses Bild beweisst, klappt der Zugriff auf Hulu, YouTube und Co nun, die Verbindungsgeschwindigkeit ist OK.

Ich schreibe hier mit absichtlich „ok“, weil bei YouTube alles super lief und bei Hulu die Sache ein wenig ins Stocken kam.  Aber auch hier gibt es Möglichkeiten, einfach auf Pause klicken und ein wenig warten, dann kann sich der Zwischenspeicher (Buffer) füllen und schon kann man ohne großes Stottern Filmchen schauen.

Gar nicht mal so übel und vielleicht könnt Ihr diesen Hinweis ja von Zeit zu Zeit gebrauchen.

Eine kleine Warnung möchte ich jedoch geben – ich würde das nicht immer aktiv lassen, denn jetzt geht der Surf-Spaß über die Server von AnchorFree und was die mit den Daten machen, das wiess ich beim besten Willen nicht. Daher mein Tipp, legt Euch ein „amerikanisches Nutzerkonto“ an, dass Ihr nur zu diesem Zweck nutzt.

Claus Wolf

Seit 1994 im Netz unterwegs und seit 2004 eingefleischter Mac-Nutzer. 21.5" iMac - 2.9GHz Intel Core i5, 16GB RAM, 1TB Fusion Drive HDD / 16GB iPhone 5S / 32GB iPad 2 / 15" MacBook Pro (Mitte 2014) in der Firma...

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3 Antworten

  1. Gast sagt:

    wie genau lege ich denn ein amerikanisches Nutzerkonto an von dem du da am Schluss redest?

    • mactopics sagt:

      Naja, eine US iTunes Karte und die Adresse von einem Bekannten und der Rest klappt von alleine und wie bei einem deutschem Konto auch.

  1. 7. Januar 2012

    […] der beliebtesten Blog-Einträge bei http://www.mactopics.de ist vom 11 oktober 2008, in dem ich beschreibe, wie man mit Hotspot Shield auch US Inhalte in Deutschland sehen kann. In […]

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