2009-01-24-bild-1Google will ein fester Bestandteil unseres Lebens sein – das Wort “to google” hat es sogar schon ins Wörterbuch und Wikipedia geschafft. In unseren Internetbrowsern hat es Google schon längst auf Platz 1 geschafft. Nachdem ich Firefox geladen hatte, erschien links oben das Google-Icon neben der Suchbox und meine neue Startseite war eine Google-Suche. Dagegen hab ich eigentlich nichts, ich komme mit Google gut zurecht und weiß, dass ich dort nicht alles finde.

Auch auf dem iPhone und dem iPod touch will Google der bevorzugte Suchanbieter sein und gibt sich dabei rechte Mühe. Sogar eine iPhone App hat man geschrieben. Aber was taugt die App?

Die schlechte Nachricht vorab, für den iPod touch bietet die Google App nicht viele Vorteile, wenn man mal davon absieht, dass man ein Icon auf dem Homescreen haben kann und dass es einige nette Interface-Spielereien gibt. Wenn Du in den USA bist, wo anhand der WLAN Hotspots eine grobe Lokalisierung vorgenommen werden kann, dann bietet die Search App sicherlich noch andere Vorteile.

Aber fangen wir mal von vorne an.

Wenn Du eine Suchabfrage eingibst, schlägt Dir Google sofort einige populäre Suchbegriffe vor. Das ganze funktioniert übrigens erstaunlich gut.

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Ich hab einfach mal mit meinem Heimatort angefangen, Otzberg. Beim Eingeben von O fängt es natürlich erst mal mit Obama an, aber als ich OT eingab wurde die Sache besser und schon nach OTZB hatte Google erkannt, dass ich Otzberg in Deutschland suche. Nicht schlecht! Ein anderer Versuch mit dem Datenbankanbieter ProQuest zeigte sehr gute Vorschläge, die sehr nützlich sind, wenn man mit diesen Produkten arbeiten will.

Aber ist dies wirklich ein Alleinstellungsmerkmal der App? Nein, wenn Du auf www.google.com gehst und eine ähnliche Suche eingbist, dann bekommt Du ganz ähnlich Vorschläge.

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Hier siehst Du also ganz ähnliche Vorschläge und viel schlechter nutzbar ist es auch nicht. Es sind eigentlich ordentliche Vorschläge, auch wenn ich bei “otzi  the iceman of the alps” ein wenig schmunzeln musste, aber im Vergleich hatte ich hier auch nur OTZ eingegeben.

Die lokale Suche (location aware) bringt mir hier nichts, denn meinen Standort erkennt Google beim besten Willen nicht – ich weiß jedoch von einem schnellen Test in den USA, dass das tatsächlich ganz gut funktioniert.

Was gibt es also noch? Es gibt einen schnellen Zugriff auf die verschiedenen Google Produkte, wie Google Reader & Co. Google hat sich bei allen Webseiten viel Mühe gegeben, dass diese auf dem iPod touch super gut aussehen und so ist das ganze dann auch wirklich brauchbar.

Was ich ein wenig schade fand ist, dass die Voice Search auf dem iPod touch nicht verfügbar ist.

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Gut, jetzt kann man einwenden, dass der iPod touch von Hause aus nicht mit einem Mikrofon kommt. Da jedoch ein Mikrofon unterstützt wird und für wenig Geld gekauft werden kann, finde ich das doch ein wenig schade. Denn es war gerade diese Funktion, die mich an dieser App wirklich interessiert hat. Ich wusste zwar, dass ich hier nicht mit Deutsch loslegen bräuchte, aber hey einen falschen amerikanischen Akzent bekomme ich ja auch noch hin ;)

Jetzt mal Spaß beiseite – das Konzept ist interessant, bleibt aber erst mal den iPhone Nutzern vorbehalten. Dort gibt es auch GPS Daten zur lokalen Suchen und natürlich das eingebaute Mikrofon. Mal schauen, ob Google sich da noch eines anderem besinnen wird, ansonsten ist diese App auf dem iPod touch nicht wirklich nützlich.

Fazit:

Nett gemacht, aber auf dem iPod touch ohne genügend Mehrwert. Bei mir ist die App schon wieder vom iPhone verschwunden. Für das iPhone kann ich mir diese App als nützliche Ergänzung vorstellen, wenn zu mindestens der englische Akzent erkannt wird. Lest ruhig mal den Artikel auf bbc.co.uk – der ist recht lustig. Aber so ein richtiger britischer Akzent kann auch schon mal richtig schwer zu verstehen sein!

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