Nachdem ich heute morgen gesehen hatte, dass Opera Mini fürs iPhone endlich zugelassen wurde, wollte ich natürlich ausprobieren, wie gut oder wie schlecht der Browser läuft. Jetzt bin ich auf einer Konferenz in Südafrika und da bleibt einem nur während der eigentlichen Sessions Zeit sich sowas anzuschauen, und meine ersten Eindrücke sind ganz gemischter Natur.

Opera Mini fürs iPhone ist schnell, teilweise lädt der Browser Seiten deutlich schneller als Safari. Leider kann ich das nicht wirklich mit Messungen belegen, denn das WiFi hier in der Konferenzhalle ist einfach zu bescheiden, als dass man hier zuverlässig messen könnte. Trotzdem wirkt der Browser schnell.

Leider ist schnell zu sein nun einmal nicht alles, wie diese Screenshots von der Webseite der New York Times verdeutlichen sollen:

Was Ihr hier sehr deutlich seht, ist dass man bei Safari (rechts) wenigstens ein wenig was lesen kann, das aber bei Opera (links) nicht wirklich der Fall ist.

Mit der bekannten Pinch-Bewegung kann man dann in den Artikel reinzoomen, das geht dann auch mit einem Doppel-Tap. Also eigentilch kein Problem. Während Du jedoch bei Safari noch weiter reinzoomen kannst, ist es bei Opera nach dem einem Zoom-Level schluss. Danach führt selbst der “reinzoom-Pinch” zu einem rauszoomen. Ich hab mich wirklich gefragt, ob ich einfach nur zu ungeschickt bin, aber das scheint tatsächlich die gewünschte Funktion zu sein.

Ein anderes recht komisches Verhalten ist, wenn Du die Seite im Hochformat lädst, dann aber ins Querformat wechselst. Während Safari die Seite dann entsprechend anpasst, kann Opera, das nicht:

Also nicht wirklich schön.

Opera erreicht seine Geschwindigkeit daduch, dass man alle Seiten auf dem eigenen Server rendern lässt. Das hat den Vorteil, dass man Seiten schön “kleinbekommt” und so schnell übertragen kann, aber zum anderen kommen so unglückliche Übersichtsseiten und das Problem mit dem Wechseln der Ansicht zu stande.

Mal ganz davon zu schweigen, dass man mit Opera sicherlich seine Finger von sensitiven Transaktionen lassen sollte, denn hier liesst immer jemand mit, nämlich der Opera Server. Wie sicher das Ding ist, und wie gut er den Ansturm von neuen Nutzern verträgt, kann man jetzt nicht wirklich sagen.

Opera macht jedoch auch einige Dinge wirklich sehr schön. So ist die Idee der Schnellwahl fast schon wieder genial. Einfacher kann man seine Bookmarks und wichtigen Seiten nun wirklich nicht aufbereiten uns zum schnellen ansurfen bereit halten. Natürlich mach Safari das Icon auf dem iPhone und trotzdem hat die Schnellwahl was für sich. Auch wenn die Vorauswahl der ersten fünf Einträge nicht wirklich meinen Geschmack trifft, aber das kann ich ja ändern.

Opera geht auch mit offenen Fenstern sehr schön um und man kann auch im Inhalt einer Seite suchen.

Das Fazit fällt mir schwer. Safari ist immer noch meine Präferenz, aber Opera zeigt, dass man gerade unter schlechter Bandbreite so einiges am Browser machen kann unde inige Konzepte sind wirklich sehr schön gelöst.

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