iMovie und die GPS Daten – was ist da los? (Hallo @apfelkasten)
Bei Twitter geht es gerade heiß her, da beschwert sich @apfelkasten sehr deutlich darüber, dass iMovie nicht funktioniert, wenn Ortungsdienste nicht aktiv sind.
Auf den ersten Blick sieht das tatsächlich nach einer Monster-Sauerei aus, aber ab und zu spiele ich gerne des Teufels Advokat und hab das Problem also ein wenig anders angedacht.
Fakt ist, wenn die Ortungsdienste abgestellt sind, hat iMovie keinen Zugriff auf Fotos und Videos. Aber warum ist das?
Fotos und Videos, die mit dem iPhone 4 aufgenommen wurden, haben GPS-Koordinaten in den Metadaten. Wenn Du iMovie den Zugriff auf GPS-Koordinaten (Ortungsdienste) verweigerst, könnte es also sein, dass aus genau diesem Grund der Zugriff auf die Fotos und Videos verweigert wird, eben um Deine Daten zu schützen, die ja die ungewünschten Ortungsinformationen enthalten. Das ist natürlich reine Spekulation, wäre aber ein logischer Schritt.
Meine Theorie in einem Satz: Hat eine App keine Recht auf GPS-Daten, hat die App auch nicht die Möglichkeit auf Daten zuzugreifen, die mit einer App erstellt wurden, die diese Rechte hat.
Wäre diese Theorie richtig, wäre es eine sehr konsequente Auslegung des Nutzerwunsches, einer App solche Daten zu verweigern.
Um diese Theorie zu testen bräuchte man jetzt eine Camera Roll, die nur Fotos und Videos enthält, bei denen auf jeden Fall keine Ortungsdaten enthalten sind. Klappt der Zugriff, dann hätte sich die Theorie bestätigt.
Wenn man von Datenschutzproblem spricht, müsste man erst untersuchen, was geschieht denn mit den Ortungsdaten, die man aktiviert hat. Wird hier aktiv mitprotokolliert wo sich der Nutzer gerade befindet? Geht es nur um das Auslesen der Daten? Hat das neue Projekt neue Ortungsdaten, oder gar keine? Die reine Tatsache, dass eine App Zugriffsrechte hat, heißt noch nicht, dass diese auch ohne Nutzerwunsch verwendet werden. Das ist allerdings für den Nutzer nur schwer nachzuvollziehen und so wäre eine feinere Kontrolle sicher notwendig, oder eine bessere Hilfe durch Apple, denn der Hifetext (Fehlermeldung) ist nicht wirklich nützlich.
Dieser Bericht ist reine Spekulation, also nicht als “Tatsache” ansehen, sondern als “Denkanstoss”.
Da aber @apfelkasten und ich uns so gar nicht über 140 Zeichen verständigen konnten, hab ich gedachte Poste ich meine lange Meinung einfach auf meiner Seite, dafür hab ich sie ja. Ob ich dann verstanden werde, weiß ich nicht, aber dafür gibt es ja Kommentare.
Update 07/07: Lest auch mal die Kommentare, da baut sich ein interessantes Bild auf
| Print article | This entry was posted by Claus on 2010/07/06 at 08:14, and is filed under iPhone. Follow any responses to this post through RSS 2.0. You can leave a response or trackback from your own site. |




about 1 month ago
So, habs jetzt getestet. Alle Filme & Bilder raus aus der Aufnahmerolle. Dann der native Kamera App in den Einstellungen das Recht entzogen GPS Daten zu nutzen, kurzen Film gedreht – iMovie am iPhone wirft dieselbe Fehlermeldung und fordert auf GPS Daten zu erlauben :-/
about 1 month ago
Oy, dann nehm ich aber alles zurück und unterschreibe das #Fail von @apfelkasten und unterstreich es noch. Dafür gibt es jetzt wirklich keinen guten Grund…
Vielen Dank, dass Du das getestet hast!
Claus
about 1 month ago
Was ich noch nicht verstanden habe, unter http://support.apple.com/kb/HT4174 sagt Apple zur Peoblematik:
The first time you open iMovie for iPhone 4, the app displays a message asking permission to use your current location. Because photos and videos recorded on iPhone 4 include location information, you must tap OK to enable iMovie to access photos and videos in the Media Library.
Aber nach dem Test von Bernd scheint das ein generelle Verpflichtung zu sein. Nächste Frage: enthält so ein iMovie Location Data in den Metadaten, oder nicht?