Yo – eine Lösung auf der Suche nach einem Problem

yo_iconYo ist die wohl ziemlichste blödeste App, die ich kenne. Man könnte die App einen Instant Messenger nennen, nur leider ist es ein Instant Messenger so ganz ohne Message. Nun gut, ganz so stimmt das nicht, Yo schickt Deinen Kontakten eine Message. Immer die gleiche. Da ändert sich nichts. Egal welche Sprache. Yo!

Das App-Design ist flach und denkbar einfach, aber nicht immer selbst erklärend. Aber fangen wir mal ganz einfach an:

Willst Du einen Freund hinzufügen wählst Du Find Friends und wirst dann um deine Telefonnummer gebeten, eine SMS Zugangscode wird Dir zugeschickt und dann schnappt sich die App einfach mal alle Kontakte aus Deinem Adressbuch, damit Du diesen eine SMS schicken kannst. Man verspricht, dass die Daten nicht gespeichert werden, aber ein wenig unglücklich scheint mir dieses Vorgehen schon.

Wenn Du den Yo-Nutzernamen nicht kennst, lohnt es sich sicher über Invite weiterzugehen – dann kannst Du eine eMail schicken.

yo_1  yo_2

Kennst Du den Nutzernamen einfach mit dem Plus hinzufügen und schon kannst Du ein Yo schicken, indem Du den Namen anklickst. Wenn Du übrigens einen Link im Clipboard hast, kannst du den Namen lange drücken und den Link mitschicken. Einen echten Nutzen kann man der App nicht abgewinnen. Warum einem Bekannten ein Yo schicken, wenn man mit iMessage, WhatApp oder Threema echte Nachrichten verschicken kann? Selbst wenn man nur Yo sagen will – soviel Arbeit ist das ja nicht. Die App stellt also erst mal eine Lösung da – und jetzt sucht man ein Problem, das man damit lösen könnte.

Damit sich diese Lösung finden lässt, haben die Entwickler Ihre API freigegeben, die Du unter http://dev.justyo.co aufrufen kannst. Die API ist kurz und knapp, ganz so, wie Yo selbst. Es gibt nur 3 Endpunkte.

Mit subscriber_count bekommst Du eine Anzahl Deiner Subscriber

Mit yoall kannst Du dann all Deinen „Subscribern“ ein Yo schicken

Mit yo kannst Du einem bestimmten Nutzer ein „Yo“ schicken.

Willst Du eine URL anhängen nutzt Du einfach den Link Parameter. Schon bist Du durch.

Und jetzt plötzlich ist Yo gar nicht mehr soooooo blöd. Während es fast keinerlei Sinn macht Deinem Kumpeln ein Yo zu schicken, so ist es für einen Webseiten-Betreiber ne nette Möglichkeit „Push-Benachrichtigungen“ an seine Nutzer zu senden. Versuch es mal – schick meiner Seite ein Yo unter YOMACTOPICS und vielleicht schickt Dir meine Seite ja ein Yo zurück ;)

Wie könnte das nun „nützlich“ sein… dazu schaust Du am besten mal im YoIndex nach – ich hab ja geschrieben… Yo ist eine Lösung, die noch ein Problem sucht ;) Vielleicht hast Du ja eine Idee, die Du ein Problem, dass Du gerne lösen möchtest…

Claus Wolf

Seit 1994 im Netz unterwegs und seit 2004 eingefleischter Mac-Nutzer. 21.5" iMac - 2.9GHz Intel Core i5, 16GB RAM, 1TB Fusion Drive HDD / 128GB iPhone 7 / 128GB iPad 9,7" (2017) / 15" MacBook Pro (Mitte 2014) in der Firma...

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