Mit USAIP.eu zur amerikanischen / britischen IP Adresse

Die Musik-, Film- und Fernsehindustrie kennt sich mit einem gut aus – Lizenzverträge. Diese sehen meist vor, dass man Inhalte nur regional beschränkt anbieten kann. Ganz klar, so verdient man doppelt und ganz klar, dieses Recht steht den Rechteinhabern zweifelsohne auch zu. Nur manchmal ist es halt ärgerlich.

Ein Proxy-Server oder eine VPN Verbindung zu einem Server in Großbritannien oder USA kann hier Abhilfe schaffen, nur kostenlose Angebote taugen oft nicht viel oder werden von den großen Inhalteanbietern gezielt geblockt. Aber so eine VPN hat noch andere Vorteile, denn damit wird zu mindestens auch die Nutzung eines offenen WiFi Netzwerks auf Reisen ein wenig sicherer, auch wenn man hier ganz klar die unbekannte Variable hinzurechnen sollte, dass man ja nicht weiss, was der Anbieter mit den Daten macht.

USAIP.eu bietet VPN Verbindungen zu Servern in den USA, Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg, Großbritannien, Ungarn, Ukraine, HongKong und China an. Nett ist bei diesem Angebot besonders, dass man sich nicht gleich für einen ganzen Monat binden muss, sondern den Dienst für einen Tag, eine Woche, einen Monat oder das ganze Jahr buchen kann. Ebenfalls schön, dass man zwischen den Server frei wählen kann, ohne hierfür extra zahlen zu müssen.

Die Bestellung geht einfach, zahlen kann man per PayPal oder Kreditkarte, lediglich die Bestätigungs-eMails liessen sich bei meinen beiden Probekäufen jeweils deutlich mehr als 10 Minuten zeit, kamen aber innerhalb einer halben Stunde gut an. Wer denkt, ich hätte von usaip.eu kostenlosen Zugang bekommen (das wird Bloggern angeboten), der denkt falsch – dieses Versprechen hielt der Anbieter nicht, aber das ist auch nicht so schlimm, die paar Euro / Dollar hatte ich dann schon noch.

Der Service läuft bisher einwandfrei und so kann ich  eine eingeschränkte Empfehlung geben.

Die Einrichtung der VPN Verbindung ist denkbar einfach. In den Systemeinstellungen > Netzwerk wählt man das kleine [+] um eine neue Verbindung anzulegen, als Anschlussart wählt man VPN und dann PPTP.

Im nächsten Schritt gibt man die URL aus der Bestätigungs-eMail ein, sowie seinen Nutzernamen (beides habe ich in den Screenshots unkenntlich gemacht). Wenn man damit durch ist, wählt man als nächstes die Option Authentifizierungseinstellungen… und gibt dort das Passwort ein, dass man während des Bestellprozesses angelegt hatte. Es fehlt noch ein ganz wichtiger Schritt, nämlich ein schneller Klick auf Weitere Optionen… um allen Internetverkehr über diese VPN-Verbindung zu leiten, sobald diese aktiv ist.

  

Die VPN-Sitzung aktiviert man dann über ein Icon in der Menüleiste. Mit einem Klick hierauf kann man die VPN Verbindung starten und selbstverständlich auch wieder beenden. Sobald die VPN Verbindung aktiv ist, wird die Verbindungsdauer angezeigt, was immer ein guter Hinweis ist, dass man gerade per VPN unterwegs ist.

Zur Qualität der Verbindung muss ich sagen, dass die Server in Großbritannien sehr gute Dienste leisteten. Bei den Servern in Amerika scheint Hulu schon mal auf die Schliche des Anbieters zu kommen und eine IP Adresse zu blocken. Hier half aber der Wechsel des Servers sofort und so kann man das dem Anbieter nicht wirklich vorhalten.

Ist das ganze denn legal?

Ich weiss es ehrlich nicht und so habe ich das ganze für Euch ausprobiert, habe auch eindeutig meinen Spaß dabei gehabt, aber leider auch ein wenig Bauchweh. Meine Zeit erlaubt es mir zum Glück nicht wirklich den Service in vollem Umfang zu nutzen und so werde ich das ganze wohl in die Rubrik „nützlich, wenn man es mal braucht“ ablegen.

Auf den Anbieter kam ich überhaupt nur, weil ein Bekannter von mir in Amerika ein Weihnachtsvideo bei YouTube veröffentlichte, aber die GEMA das Video wegen der verwendeten Musik blockierte. Das ärgerte mich so sehr, dass ich halt nach einem schnellen Weg suchte, mir das Video anzuschauen und US$ 1.49 war mir das ganze Wert. Eine Woche bekommt man übrigens für US$ 3.99, ein Monat kostet US$ 7.99 und das ganze Jahr schlägt mit US$ 74.99 zu buche. [Stand: 21.01.2012]

Wer im Internet sucht wird günstigere und alternative Anbieter finden. Deren Service ist unter Umständen noch besser, aber ich konnte am Service von USAIP.eu einfach nichts aussetzen und da mein Hotspot Shield Bericht von 2008 immer noch regelmäßig in den Top50 Seiten meiner Statistiken auftaucht, dachte ich, es wird einfach mal Zeit eine Alternative vorzustellen.

Eure Erfahrungen zu anderen Anbietern lese ich gerne, dafür hat es ja Kommentare!

Claus Wolf

Seit 1994 im Netz unterwegs und seit 2004 eingefleischter Mac-Nutzer. 21.5" iMac - 2.9GHz Intel Core i5, 16GB RAM, 1TB Fusion Drive HDD / 128GB iPhone 7 / 128GB iPad 9,7" (2017) / 15" MacBook Pro (Mitte 2014) in der Firma...

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