Ein neues Smartphone…

Vor ein paar Tagen stellte mich meine Firma vor eine richtig schwierige Entscheidung. Wir wechseln den Mobilfunkanbieter und damit gibt es auch neue Smartphones. Soweit so gut, aber leider zeigen sich die netten Leute bei vodafone.de nicht wirklich großzügig und so musste ich mich zwischen einem iPhone 5C, Samsung S4 Mini oder HTC One Mini entscheiden – die anderen Geräte schloss ich da eher schnell aus.

Auf den ersten Blick ist bei der Wahl die Entscheidung ganz leicht, einfach 100€ draufzahlen und schon hat mein ein iPhone 5S und ist mit aktueller Hardware glücklich. Aber ganz so leicht macht einem das Vodafone dann auch wieder nicht. Laut der Kollegin, die die neuen Verträge verhandelt hat, kostet das „Upgrade“ zum iPhone 5S €199 und dabei halbiert sich dann auch noch der Speicher von 32GB auf 16GB. Das fand ich nicht nur blöd, aber der Firma ein 5S Upgrade schenken, so weit reicht das knappe Budget dann doch nicht.

Nun gut, das iPhone 5C macht eine gute Figur und schneidet im Vergleich zum Samsung S4 Mini oder HTC One Mini in einschlägigen Vergleichstests besser ab. Auf der anderen Seite reizte mich das HTC One Mini doch ein gutes Stück. Die Android Welt lockte, denn hier gibt es gute Geräte, mit bester Leistung und potenter Software.

Dazu muss man verstehen, dass es mir bei Computern und Telefonen nie um die Marke geht, sondern um das Gesamterlebnis. Nach unzähligen Dell Laptops macht mich mein >2 Jahre altes MacBook Pro auch heute noch glücklicher, als auch der schönste Dell, der Kollegen. Grund dafür – OS X, die Hardware ist aber auch Spitze. Beim Telefon habe ich zur Zeit ein iPhone 4S und auch dieses macht mich glücklich, auch wenn ich zugeben muss, dass die Qualität aktueller Android-Geräte Lust macht. Bei Android ist nicht alles billig, nicht alles schlecht, da gibt es richtig ordentliche Geräte und die Geräte von HTC und Samsung gehören da ganz klar dazu.

Warum wird es also doch wieder ein iPhone?

  1. Speicher: das iPhone 5C im Angebot von Vodafone hat 32GB Speicher, das Samsung S4 Mini hätte nur 8GB (ca. 5 frei) gehabt, das HTC One Mini 16GB
  2. Software-Lock-In: Ich habe in iOS schon einiges investiert und diese Investition lässt sich sofort weiternutzen – aber das war das schwächste Kriterium
  3. Software-Updates: Aktuell ist iOS 7 & Android 4.4. Das iPhone wird mit iOS 7 ausgeliefert oder kann zu mindestens sofort daraufhin aktualisiert werden. Das Gerät von Samsung & HTC kommt je mit Android 4.2; wann es für beide ein Update gibt, ist zwar nicht ganz ungewiss, aber auch nicht in Stein gemeißelt

Und im Ende waren es die Software-Updates, die für mich das Rennen machten. Ich nutze mein Telefon jeden Tag und auf Reisen exzessiv. Da muss alles funktionieren und sicher sein und genau letztes ist wohl bei iOS für Länger garantiert, denn die Software-Update stopfen regelmäßig Unsicherheiten. Sicherheitslücken wird es auf beiden Plattformen immer wieder geben und auch bei den HTC und Samsung-Geräten kommt man mit der richtigen Technik an aktuellste Google-Software – aber es ist halt ein Firmentelefon, da sollte man nicht zu viel verändern ;) Hätte es ein reines Google-Android Gerät in der Auswahl gegeben, wäre das Argument auch kein gutes Gewesen.

Im Ende bin ich also ein wenig traurig. Wäre ein großes HTC One oder gar eine pure Google Experience im Angebot gewesen, wäre ich Apple untreu geworden, so bleibt es aber bei bekannter Kost in neuer Verpackung. Jetzt hoffen wir mal, dass der Geschäftsführer meiner Wahl zustimmt und das mich das 5C doch ein wenig vom Hocker hauen kann. Hohe Erwartungen habe ich aber nicht – zum Glück ist es ja nur das Firmentelefon ;)

Claus Wolf

Seit 1994 im Netz unterwegs und seit 2004 eingefleischter Mac-Nutzer. 21.5" iMac - 2.9GHz Intel Core i5, 16GB RAM, 1TB Fusion Drive HDD / 128GB iPhone 7 / 128GB iPad 9,7" (2017) / 15" MacBook Pro (Mitte 2014) in der Firma...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.