Sumup – Mobile Kartenzahlung per iPhone aus Kundensicht

sumup_altGestern war ich in Berlin und nahm dort mit einem Kollegen ein Taxi vom Flughafen zum Kunden. Die Taxirechnung zahlte ich per Sumup und dabei lief so einiges schief. Dabei schien alles so einfach.

Der Taxifahrer tippte den Betrag ein, reichte mir sein iPhone 4S samt Stylus und ich unterschrieb auf dem Bildschirm. Soweit ganz nett. In anderen Ländern haben die Taxifahrer so einen mobilen Kreditkartenterminal, wie man sie in jedem Restaurant an den Tisch gebracht bekommt. In meinem Fall war es ein kleiner schwarzer Kartenleser und das schien mir doch um einiges moderner. Von Sumup hatte ich gehört und das Konzept für „gut“ befunden. Dann geschah jedoch das undenkbare, die Verbindung bracht ab und der Taxifahrer konnte nicht erkennen, dass die Zahlung durchgegangen war, denn es fehlte der Bestätigungsbildschirm.

Bei so einem Terminal mit Drucker führt das zu einem Fehlausdruck, den ich als Kunde mitnehmen darf. Jetzt saßen wir jedoch in der Patsche.

Ich musste dem Fahrer vertrauen, dass die Zahlung nicht durchgegangen war und zahlte somit mit Bargeld. Der Fahrer kannte sich mit der App von Sumup dann wohl einfach nicht genügend aus, um zu wissen wo er hätte nachschauen sollen. Die Zahlung war aber tatsächlich durchgegangen und meinem Kartenkonto belastet worden, wie mir eine E-Mail meiner Bank nur kurz darauf bestätigte. Der Taxifahrer war natürlich weg und ich merkte es auch erst vier Stunden später, als ich mit dem Termin beim Kunden fertig war.

Da mein Fahrer seine Telefonnummer auf dem Stempel der Quittung hatte, rief ich an und ich bin sehr zuversichtlich, dass er die Zahlung tatsächlich storniert hat.

Für mich zeigt es jedoch ein Problem mit diesem Zahlungsmodell. Ein kleiner Leser, wie er hier für Sumup zum Einsatz kam, aber auch von Square genutzt wird, ist zwar sehr attraktiv, da günstig zu haben, hat aber auch Probleme, wie ich hier erleben musste. Die Konzepte sind uns Kunden noch nicht vertraut genug und offensichtlich auch bei den Händlern nicht ganz angekommen. Wenn der Händler/Dienstleister nicht versteht woran er letztendlich prüfen kann, ob eine Zahlung durchgegangen ist, dann führt dies zu solch schlechten Erfahrungen, wie ich sie machte. Das Problem war vielleicht eine schlechte Internetverbindung, vielleicht auch ein Bug in der Software. Ich als Kunde war eher unzufrieden und fühlte mich erst einmal geprellt.

Als ich heute einmal auf der Webseite von Sumup nachgelesen habe, wie so der Stand der Technik ist, hab ich gesehen, dass der kleine schwarze Kartenleser (Foto oben link) einfach nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. In der Zwischenzeit gibt es nämlich einen kleinen weißen Kartenleser (Foto unten). Der neue Kartenleser scheint einige Vorteile zu haben.

PIN__45deg_with_card_DEZum einen hat das Gerät ein Display. Zum anderen verbindet es mich per Bluetooth 4.3 mit dem Gerät des Händlers. Somit hat jetzt sowohl der Kunde als auch der Händler etwas in der Hand und das kann das System und die Nutzererfahrung verbessern. Die Idee von Sumup ist nämlich richtig – mehr Händler die Möglichkeit geben, kostengünstig Kreditkartenzahlungen anzunehmen. Die Technologie kann sich jedoch nur durchsetzen, wenn sie sowohl von Händlern, als auch Kunden, als bequem empfunden wird.

Die nächste Sumup Zahlung muss ich mir dennoch reiflich überlegen… eigentlich schade.

Claus Wolf

Seit 1994 im Netz unterwegs und seit 2004 eingefleischter Mac-Nutzer. 21.5" iMac - 2.9GHz Intel Core i5, 16GB RAM, 1TB Fusion Drive HDD / 128GB iPhone 7 / 128GB iPad 9,7" (2017) / 15" MacBook Pro (Mitte 2014) in der Firma...

2 Antworten

  1. Rey sagt:

    ich habe PC Zubehör mit Sumup zahlen wollen.Wenn ich die erste Zahl eingeben wollte stand da schon 3 mal die selbe Zahl. nochmals von Vorne angefangen ,dasselbe.Zu gueter Letzt musste ich meinen Pin der Verkäuferin sagen, dass sie ihn eintippen konnte.Ich bin normal nicht so tollpatschig, aber das ist sehr heikel zum eintippen.

    • Claus Wolf sagt:

      Es erklärt sich natürlich von alleine, aber seinen PIN sollte man auf gar keinen Fall dem Verkäufer oder Verkäuferin nennen, selbst wenn das Gerät noch so heikel zu bedienen ist. Wenn ich Du wäre, würde ich am nächsten Bankautomaten schnellst möglich meine PIN ändern, oder bei der Bank eine neue PIN beantragen.

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