Garageband + TechRise Externen USB Stereo Sound Card = eine digitalisierte Kassette

Meine Töchter haben Alf für sich entdeckt, erst die älteste und dann die jüngste. Auf Amazon konnte man recht günstig die erste Staffel kaufen und dann hatte meine Frau noch Hörspielkassetten auf dem Dachboden. Der CD-Spieler meiner ältesten Tochter hat noch ein Kassetten-Deck, aber leider hat die jüngste Tochter das schon nicht mehr. Was folgte kennen alle Eltern nur zu gut – lang Gesichter.

Also was macht man da als Vater? Klar, erst mal geschaut, ob man die Hörspiele auch auf CD kaufen kann – leider Fehlanzeige. Als nächstes schaute ich, ob es die Hörspiele irgendwo als MP3 zum Kaufen gab – leider auch Fehlanzeige. Den voll funktionstüchtigen CD-Spieler der Jüngsten gegen ein anderes Gerät austauschen, dass auch Kassetten abspielen kann, kam dann auch nicht in Frage – dafür bin ich einfach zu geizig.

Idee #1:

Kassetten-CD-Spieler der ältesten Tochter mit 3,5mm-Stecker an den iMac anschließen und Garageband anwerfen. Leider hat der iMac keinen Line-In-Eingang :( Also ratlos in die Röhre geguckt und überlegt, was man noch tun könnte.

Idee #2:

Da fiel mein Blick auf eine externe USB Soundkarte von TechRise, die es bei Amazon für €7,99 zu kaufen gab. Das löst das Problem auf recht „elegante“ Weise. Die USB-Soundkarte an den iMac gesteckt, das Verbindungskabel zum Kassettenspieler gezogen, Garageband geöffnet und schon läuft das ganz ordentlich mit dem digitalisieren der Kassetten.

Die Soundkarte wurde vom Mac sofort erkannt und war in Garageband verfügbar. Mein Blick auf dieses Modell kam bei mir auf, weil sie recht viele Funktionen hat. Es gibt einen Mikrofon- (rot) und einen Kopfhörerausgang (grün). In der Mitte gibt es jedoch auch einen Anschluss für die Headsets, wie wir Sie von unseren Telefonen kennen.

Für Mikrofon und Kopfhörer gibt es getrennt „Stummschalt“-Tasten und ein großes Drehrad erlaubt die Regulierung der Lautstärke. Viele Funktionen, die ich wahrscheinlich nie wirklich nutzen were, aber bei €7,99 kann man auch nicht zu viel falsch machen.

In Garageband war die Soundkarte also sofort verfügbar, aber ich kenn mich mit Garageband nun wirklich nicht aus. Viel Mühe konnte ich mir da also gar nicht geben, aber ich hab es zu mindestens versucht. Hier ein Screenshot, der von mir gewählten Einstellungen:

 

  • Ich habe also ein Mikrofon als Eingabegerät gewählt – welche Auswirkung das jetzt wirklich hat, weiß ich gar nicht.
  • Oben Rechts (neben der Zeitanzeige) habe ich dann die Einzählen- und Metronom-Schaltflächen deaktiviert. Das nervte mich nur ;)
  • Unten habe ich dann noch kurz das „Monitoring“ markiert, das fiel mir dann erst bei der dritten Kassette auf, damit kann man dann mal reinhören, was da digitalisiert wird.

Fazit

Ich muss zugeben, dass ich von der Qualität dessen, was das rauskam ganz schrecklich enttäuscht war. Was ich da hörte war dumpf, schlecht ausgesteuert, kaum zu verstehen und somit eigentlich unbrauchbar – bis ich mir das Original anhörte. Was ich also zu erst auf „zu billige“ Soundkarte schob, war ein Problem mit der Quelle. Kassetten sind nach über 20 Jahren einfach nicht mehr optimal… und ganz nebenbei erklärt sich mir nun auch, warum meine Kids Kassetten auf „maximaler“ Lautstärke hören, man versteht sonst nichts ;)

Jetzt war ich also schrecklich enttäuscht, habe die Dateien dennoch als Audio-CD gebrannt und meiner Jüngsten gegeben. Ein wenig schuldig hab ich mich da schon gefühlt, weil ich mir nicht so sicher bin, ob das so ganz rechtens ist. Hier aber zur Beruhigung des eigenen Gewissens: ich habe keine DRM-Funktionen ausgehebelt und auch wenn da was da rauskam digital ist, kam es über die analoge Lücke. Weitergeben werde ich es auch nicht, ich hoffe jetzt einfach mal – dass das schon passen wird.

Das wichtigste Urteil kommt jetzt von meiner Tochter – mir hat es ja gar nicht gefallen, dennoch ist sie überglücklich. Endlich Alf im eigenen Zimmer hören, ohne bei der großen Schwester betteln zu müssen, ob man den Kassettenspieler haben darf. Dieser Einträgep hätte also auch heißen können, so wird Papa zum Analogen-Held ;)

Claus Wolf

Seit 1994 im Netz unterwegs und seit 2004 eingefleischter Mac-Nutzer. 21.5" iMac - 2.9GHz Intel Core i5, 16GB RAM, 1TB Fusion Drive HDD / 128GB iPhone 7 / 128GB iPad 9,7" (2017) / 15" MacBook Pro (Mitte 2014) in der Firma...

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