Vielleicht hast Du Dir fürs neue Jahr etwas vorgenommen?! Mehr Fitness, weniger Süßigkeiten, endlich mit dem Rauchen aufhören, oder da weitermachen, wo Du im letzten Jahr aufgehört hast. Gute Vorsätze müssen nicht groß, nicht atemberaubend, nicht weltbewegend sein, sie müssen Dir eigentlich nur etwas bedeuten.

Manchmal kann man mit einer kleinen Geste etwas großes Bewegen. Daher möchte ich Dir heute eine Idee für einen leicht verspäteten Neujahrsvorsatz geben. Keine Angst, tut nicht weh und kostet unter Umständen auch nicht wirklich viel.

Wann hast Du das letzte Mal auf dein Telefon, Tablet und Computer geschaut und Dich gefragt, wer hinter den Apps steht, die Du da nutzt?

Lass mal all die großen Anbietern, wie Microsoft, Facebook, Google & Co weg und dann findest Du sicherlich Apps von ganz kleinen Entwicklern, die das was Sie tun aus Spaß an der Freude anbieten, oder weil es sich zu einem Lifestyle-Business entwickelt hat.

Ich habe ein paar kleine Apps im App Store. Meine Apps kosten nichts, und um ganz ehrlich zu sein, ich glaube nicht, dass Sie gut genug sind, dass man damit Geld verdienen könnte. Trotzdem, werden meine Apps runtergeladen und genutzt und ich verbringe viele Stunden daran, diese besser zu machen.

Für mich gibt es nichts schöneres, als wenn ein Nutzer eine positive Review im App Store hinterlässt, oder mir eine eMail schreibt und mich wissen lässt, was besser oder anders sein könnte. Was für Dich eine kleine Geste sein mag, sind für mich Ansporn und Lohn zu gleich.

Vielen unabhängigen Entwicklern geht es da sicher ähnlich.

Nimmt Dir eine Minute und sag einfach mal Danke!

Wenn Du also solche Apps hast und dem Entwickler eine Freude machen willst, dann nimmt Dir ein paar Minuten und hinterlasse eine Review im App Store. Der Entwickler hat sich sicherlich einen Alert eingerichtet, der sicherstellt, dass er Deine Review sieht. Ich bin mir sicher, er wird sich freuen!

Ganz nebenbei hilfst Du die Apps, die Du schätzt, bekannter zu machen. Die Bewertungen im App Store sind ganz wichtig, um aus der großen Masse der Apps herausstechen zu können.

Wenn Du nur wenig Zeit hast, gibt eine faire Sterne-Bewertung. Wenn Du ein wenig mehr Zeit hast, schreib einen oder zwei Sätze, was die App besonders macht.

Ich verspreche Dir, diese kleine Geste ist nicht nur für den Entwickler schön, sondern hilft anderen Nutzern, wie Dir.


Und wenn Du noch ein wenig weiterlesen willst, hier noch ein etwas kontroverserer Gedanke:

Ärgere Dich nicht über ein Abo-Modell oder einen In-App-Purchase

Natürlich gibt es Apps, die übertreiben es – da gibt es Werbung, Abos und In-App-Purchases und bei einigen Spielen muss man sich fast schon fragen, ob man das Spiel überhaupt spielen kann, ohne ständig Geld zu investieren. Das sind aber gar nicht die Apps, an die ich gerade denke.

Denke einfach mal an die Apps, die Du täglich nutzt, die Dir ganz viel geben und ein Freemium-Modell nutzen, um sich zu finanzieren.

Ich nehm hier einfach mal Overcast von Marco Arment als Beispiel. Marco hat sicher keine Geldsorgen, aber ich nutze seine App jeden Tag.

Da ich Overcast im Juli 2014 für €4,99 gekauft habe, bekam ich auch nie Werbung zu sehen, eigentlich hab ich überhaupt keinen „Grund“ das €9,99 / Jahr Abo zu bezahlen und ich tue es jetzt trotzdem und auch du solltest darüber nachdenken.

Im Ende ist es so – ich höre jeden Tag Podcasts und die App erfüllt ihren Job mehr als nur gut und zuverlässig. Wenn man sich die €9,99 mal genau anschaut, so kostet mich die App €0,027 pro Tag, oder €0,19 pro Woche oder €0,83 pro Monat.

Dabei darf man nicht vergessen, dass nicht der gesamte Betrag beim Entwickler ankommt. Die Mehrwertsteuer (19%) geht an den Staat, eine Gebühr (seit Januar für kleinere Entwickler 15%) geht an Apple und was dann übrig bleibt, muss erst mal die laufenden Kosten decken, bevor der Entwickler davon was hat.

Im Ende ist es also so, dass Du mit deinem In-App-Kauf oder dem Abo, dafür sorgst, dass Deine App auch morgen noch funktioniert und der Entwickler nicht nach nerviger Werbung oder dubiosen Modellen greifen muss, um seine Kosten zu decken.


Claus Wolf

Seit 1994 im Netz unterwegs und seit 2004 eingefleischter Mac-Nutzer.

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