Luminar – eine Bildbearbeitung, die durch viele gut durchdachte Voreinstellungen überzeugen kann

Photoshop ist fast schon ein Synonym für Bildbearbeitung und nicht immer ist das positiv gemeint. Für die absolute Mehrzahl der Nutzer sind Photoshop & Co jedoch einfach nur zu mächtig und kompliziert. Ich verwende seit Jahren Pixelmator, aber muss ganz offen zugeben, dass dieses Tool für mich zu kompliziert ist, ich nutze vielleicht 5% der Funktionen und wahrscheinlich noch viel weniger.

Luminar versucht seinen Nutzern als mächtige Bildbearbeitung zur Seite zu stehen, die größtmöglichen Wert auf einfache Bedienbarkeit legt. Dabei will man selbst gar nicht mit Photoshop konkurrieren, sondern sieht sich klar im Wettbewerb zu Aperture & Lightroom. Ein entsprechender Vergleich ist online verfügbar.

Damit diese mächtige App jedoch auch „einfach“ ist, kann man aus einer großen Anzahl von Voreinstellungen wählen. Fast möchte man das mit den Filtern von Instagram vergleichen, aber damit würde man der Software keinen Gefallen tun.

Der Vergleich drängt sich trotzdem ein wenig auf. Wie bei Instagram kann man einen Effekt auswählen und über einen Schieberegler die „Stärke“ bestimmen und kommt so schnell zu einem guten Ergebnis. Aber warum bei „gut“ aufhören? Hat man einen Effekt angewendet, kann man aus vielen granulären Voreinstellungen wählen und diese über Schieberegler anpassen. Eine geteilte Vorschau ermöglicht es Dir schnell das Vor- und Nachher zu vergleichen und so von zu extremen Veränderungen Abstand zu nehmen.

Wer mehr erreichen möchte, kann mit Ebenen arbeiten. Ebenen, das ist genau die Funktionalität bei der so mancher an die großen Bildbearbeitungen denkt, die hier jedoch so intuitiv umgesetzt wurde, dass es fast schon zum Nebeneffekt wird, die man gezielt nutzen kann, wenn man das Konzept versteht und die automatisch angewendet werden, da es die Bearbeitung erleichtert.

Luminar kommt mit einer ganzen Anzahl toller Werkzeuge. Imponiert hat mich zum Beispiel das Radieren-Werkezug, dass es Dir erlaubt Bildinhalte zu entfernen, aber auch das Werkezug, welches Bildrauschen unterdrückt hat es mir angetan.

Das klappt natürlich – je nach Bild – nicht immer perfekt, aber es ist schon erstaunlich, was man mit dem Radieren-Werkzeug erreichen kann. Ein wenig Zeit muss man sich für solche Operationen schon nehmen, aber um Euch mal zu zeigen, was in 15 Sekunden möglich ist – zwei Screenshots. Wer sich die nötige Zeit nimmt, erzielt hier tolle Ergebnisse, die man selbst kaum hinbekommen hätte.

Luminar bringt also Deine Fotos zum Leuchten und ich finde die App mehr als nur gelungen. Die App gibt es im Mac AppStore und bei Macphun und zum aktuellen Preis von €59 würde ich die App als echtes Schnäppchen werten.

Luminar
Luminar
Entwickler: MacPhun LLC
Preis: 64,99 €

 

Full Disclosure:
Macphun war so freundlich mir die Software für diese Besprechung kostenlos zur Verfügung zu stellen, meine Meinung hat dies jedoch nicht beeinflusst.

Claus Wolf

Seit 1994 im Netz unterwegs und seit 2004 eingefleischter Mac-Nutzer. 21.5" iMac - 2.9GHz Intel Core i5, 16GB RAM, 1TB Fusion Drive HDD / 128GB iPhone 7 / 128GB iPad 9,7" (2017) / 15" MacBook Pro (Mitte 2014) in der Firma...

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