Google Home Mini – der schlaue Lautsprecher von Google

So ziemlich jeder Podcast erzählt im Moment von Apple HomePod, der jedoch erst im Frühjahr nach Deutschland kommen wird. Im November 2017 gab es so manches Schnäppchen im Bereich der „Smart Speakers“ und so konnte ich einen Google Home Mini für € 28.95 anstatt der sonst üblichen € 59 ergattern.

Das Konzept der Smart Speakers fasziniert mich schon seit einiger Zeit. Vor ein paar Jahren brachte ich mir einen Amazon Echo Dot aus Texas mit, verkaufte das gute Stück jedoch schon kurz darauf, da ich keinen Platz dafür in meinem Leben fand. Danach bastelte ich mir aus einem Raspberry Pi einen Amazon Echo und später einen Google Assistant, aber auch diese Nachbauten konnten mich nicht ganz überzeugen. Nette Spielereien, aber leider nicht mehr.

Die Faszination blieb, aber irgendwie befürchtete ich, dass ich auch dieses Mal dem Google Produkt nicht viel abgewinnen würde, aber ich wurde eine besseren belehrt. Ich finde den kleinen schlauen Lautsprecher von Google einfach genial. Vielleicht auch, weil sich meine Lebensumstände ein wenig geändert haben, aber sicher nicht nur deswegen.

Die Einrichtung war tatsächlich ganz einfach und lief so ab, wie auf der Google Webseite beschrieben
  1. Schließe das Stromkabel an Google Home Mini an.
  2. Stecke das Netzteil in eine Steckdose.
  3. Lade die Google Home App auf einem Smartphone oder Tablet herunter und starte sie.

Der Lautsprecher reagiert auf „OK, Google“ und versteht mich ausgezeichnet, selbst wenn es im Raum mal laut ist oder der Fernseher spielt. Das ist auch wichtig, denn im Kombination mit Netflix und Google Chromecast kann ich nun die Fernbedienung meist liegen lassen und bitte einfach Google darum, die nächste Folge von „Damnation“ oder „Star Trek Discovery“ abzuspielen.

Dass Google gute Dienste leistet bestätigte auch am 10. Februar die Loup Ventures, in Ihrem Bericht „We Ran HomePod Through theSmart Speaker Gauntlet„. Dabei ging es zwar um Apple HomePod, in der Grafik wird jedoch gezeigt, wie überragend Google die Wettbewerber in so ziemlich jeder Lebenslage schlägt.

Besucht die Webseite für alle Details, aber im Screenshot unten sieht man im Balkendiagramm die großen Wettbewerber. Google Home (orange), Apple HomePod (grau), Amazon Echo (türkis) und Harman Kardon Invoke (blau)

© 2018 LOUP VENTURES | WE RAN HOMEPOD THROUGH THE SMART SPEAKER GAUNTLET | Published 10 Feb 2018

Durch die Integration mit der Google Suche kann Google Home viele Fragen beantworten. „Wie viele Menschen leben in Südkorea“ (51,25 Millionen im Jahr 2016) oder „Wie ist der Wechselkurs des US Dollar zum Euro“ (82 Euro-Cent am 11. Februar 2018). So ziemlich alles, was Google mit dem Knowledge Graph beantwortet, kann der kleine Lautsprecher ebenfalls beantworten. Dabei überzeugt der Lautsprecher mit guter, natürlicher Stimme.

Auch Podcasts spielt der Google Home Mini gut, morgens lieg ich oft noch im Bett und lass mir die Nachrichten von NPR abspielen. Eine nette und gut ausgearbeitete Funktion.

Ob der Lautsprecher nun nur anständig oder gut ist, muss ich Leuten mit besserem Gehör überlasen. Ich finde der Lautsprecher ist laut genug, klingt anständig genug, dass ich diesen gerne zum Abspzielen von Podcasts, Musik & Co einsetze.

In Kombination mit geeigneten „Internet of Things (IoT)“ Geräten, wie zum Beispiel einer Wifi Steckdose für €18, kann man dann auch mit dem Lautsprecher anfangen das eigene Haus zu organisieren. Die Möglichkeiten werden immer umfangreicher und was vor einigen Jahren noch keinen Platz in meinem Leben finden konnte, ist in der Zwischenzeit so umfangreich, dass ich das kleine Gerät gar nicht mehr wegdenken möchte.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es leider trotzdem, Google & Amazon sind so im Wettbewerb versunken, dass sie die eigenen Dienstleistungen nicht für den Smart Speaker des Wettbewerbers öffnen. Soll heißen, Amazon Prime Music gibt es nur bei Amazon Echo und umgedreht ist es natürlich nicht anders. Ob Apple da besser ist? Auf gar keinen Fall, aber das haben wir ja auch nicht wirklich erwartet…

Claus Wolf

Seit 1994 im Netz unterwegs und seit 2004 eingefleischter Mac-Nutzer. 21.5" iMac - 2.9GHz Intel Core i5, 16GB RAM, 1TB Fusion Drive HDD / 128GB iPhone 7 / 128GB iPad 9,7" (2017) / 15" MacBook Pro (Mitte 2014) in der Firma...

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